Es stiebt …
27.02.2023 , Schönried, SportDie Kälte und die schwarze Bise hatten grossen Einfluss auf das Hornschlitten- und Gibelrennen in Schönried
Normalerweise ist der Start des Hornschlitten- und Gibelrennens auf der Höhe der Hornybar auf 1685 m ü.M. Auf Grund des Kälteeinbruchs in ...
Die Kälte und die schwarze Bise hatten grossen Einfluss auf das Hornschlitten- und Gibelrennen in Schönried
Normalerweise ist der Start des Hornschlitten- und Gibelrennens auf der Höhe der Hornybar auf 1685 m ü.M. Auf Grund des Kälteeinbruchs in der Nacht vom vergangenen Samstag auf den Sonntag wurde die Piste im oberen Teil der Strecke so hart, dass sich das Organisationskomitee entschied, den Start nach unten auf Höhe «Wittere» (1420 m ü.M.) zu verlegen. Dieser Entscheid wurde von den Teilnehmenden sehr begrüsst. Ziel war schliesslich, dass nach der Fahrt alle gesund unten ankommen. Die Bise pfiff mit Eiseskälte über den Grat bei der Hornybar, es wäre fast eine Zumutung gewesen, die Teilnehmenden über längere Zeit auf den Start warten zu lassen. Gleichwohl wird gesagt, dass Hornschlittlerinnen und Hornschlittern das Wetter egal ist und man sich nur entsprechend anziehen muss.
Auszug aus der Rangliste:
Kinder: 1. Niklas Hauswirth, 2. Ben Neuhaus, 3. Fabian von Siebenthal.
Rodeln: 1. Jean-David Isoz, 2. Bertrand Isoz, 3. Eric Weissert. Gibel: 1. Toni Brand, 2. Nicola von Siebenthal, 3. Loris Gygax. Hornschlitten Damen:
1. Daniela Kobel und Susanne Sommer, Grosshöchstetten; 2. Karin Kunz und Raya Hager, HSC Zäziwil; 3. Stefanie Küttel und Fränzi Tschümperlin, HMC Schwyz. Hornschlitten Herren: 1. Rudolf Herrmann und Simon Kunz, HSC Zäziwil; 2. Franco Schmidiger und Marco Schmidiger, HSC Fontannen 1; 3. Jürg Keller und Ueli Grunder, HSC Zäziwil
Ein paar Meinungen der Teilnehmenden:
Mathias von Siebenthal hat sich für das Gibel- und Hornschlittenrennen angemeldet. «Ich versuche, mit dem Gibel die Piste zu erkunden, um dann mit dem Hornschlitten den Parcours schon zu kennen. Leider hat es nicht viel geholfen, er verpasste dann mit dem Hornschlitten leider ein Tor.
Die Truppe aus Zäziwil ist mit vier Hornschlitten am Start. Das Ziel wird ganz klar definiert. «Eine Hamme muss es schon sein…» Das heisst, der Sieg muss her! Ruedi Herrmann, Zäziwil, sagt nach dem Rennen, dass die Piste im Oberen Teil zu hart gewesen sei, was das Steuern und Bremsen sehr schwierig mache. «So war der Entscheid, den Start nach unten zu verschieben, absolut richtig.» In «normalen» Wintern nimmt der Club an 10 bis 12 Rennen teil. Dieses Jahr sind aber viele Rennen auf Grund des Schneemangels ausgefallen.
Martin Hefti, Präsident des Hornschlittenclubs Gstaad, ist mit dem Event, trotz verkürzter Strecke, sehr zufrieden. Alles sei unfallfrei verlaufen. Er dankt der BDG für das zur Verfügung stellen der Piste und deren hervorragender
Präparation.
Betrand Isoz, aus Etivaz sagt, er nehme aus reinem Vergnügen teil. Auf die Frage, welche Ambitionen er hege, erklärt er kurz und bündig: «Keine… ich bin immer froh, wenn ich heil unten ankomme.»
Der Club aus Heiligkreuz war mit drei Hornschlitten am Start. Sie kommen wegen dem Rennfeeling, aus Tradition und dem Pflegen der Kameradschaft. Die sechs Kameraden «pushen» sich zum Rennen gegenseitig, aber die Vernunft siege am Schluss schon, so nach dem Motto: «Wir mögen es jedem gönnen, der vor uns klassiert ist, aber auch jedem der hinter uns bleibt!»
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