Solsana: Hotelkonzept wird verlängert

Fr, 08. Mai. 2020
Das Pop-up-Hotel Solsana geht in die Verlängerung. Der Neubau wird auf 2022 verschoben. FOTO: ZVG

Bei einem Pop-up-Hotel ist eigentlich zu erwarten, dass es nach einiger Zeit wieder verschwindet. Das Sun&Soul Panorama Pop-up Hotel Solsana, das im November 2018 vorerst für eine beschränkte Zeit die Türen öffnete, schreibt die Erfolgsgeschichte weiter, und zwar bis im Frühjahr 2022 ohne Unterbruch.

Pop-up steht für plötzliches Auftauchen. Genau das ist im Winter 2018 dem Solsana Hotel geschehen: Die Betreiber des Hotels, Nik und Simon Buchs, weckten mit Gastgeberin Vanessa Schwenter das historische Haus im Saanenland aus dem Dornröschenschlaf und starteten mit einem einzigartigen Konzept in die erste Saison. Der Erfolg gibt ihnen Recht, das jetzige Hotelkonzept wird «verlängert», die Planung für den Neubau verschiebt sich ins Jahr 2022, heisst es in einer Medienmitteilung. «Unser Konzept ist gut angekommen, unsere Gäste gestalten das Hotel laufend mit», werden die Hotelbetreiber zitiert. Nach wie vor heisse das Motto der Gastgeber: Räume zum Denken, zum Spielen, zum Musizieren und noch so Einiges mehr, verbunden mit der atemberaubenden Aussicht, weiträumigen Zimmern mit grossen und sonnigen Balkonen sowie zahlreichen Ecken für kreative Momente. Vanessa Schwenter freut sich: «Das Hotel bleibt bis Frühjahr 2022 durchgehend geöffnet!»

Mehr Langzeitgäste
Für die Region eher aussergewöhnlich sei, dass das Hotel das ganze Jahr über geöffnet bleibe. «Dies hat uns zum Beispiel in der Zwischensaison mehr Langzeitgäste gebracht, die in der Region Arbeiten zu erledigen haben. Das ist ein positiver Einfluss für unsere Auslastung», sagt Gastgeberin Vanessa Schwenter. Seit der Eröffnung registriere das Hotel eine durchschnittliche Auslastung von über 60 Prozent. Das Konzept mit einer schlanken Struktur habe sich bewährt und das kleine Team habe die geforderte hohe Qualität und Kreativität gebracht. Das Gästesegment sei geprägt von Junggebliebenen und jungen Familien, vorwiegend aus der Schweiz. Nach dem ersten Betriebsjahr könne das Team bereits auf eine bedeutende Anzahl Stammgäste zählen.
Zahlreiche Synergien seien zugunsten der Gäste und für den Betriebsablauf mit den Betrieben des 16 Art-Bar-Restaurant genutzt worden. Die enge Zusammenarbeit mit dem Wasserngrat habe sich insbesondere für Hochzeiten und Events positiv ausgewirkt. Vanessa Schwenter: «Der Start war etwas gewagt, wir hatten keine Sicherheit, ob das Abenteuer gelingt. Das kleine Team hat sich bewährt, das Konzept ist gut angekommen und wir sind stolz und freuen uns, nun noch weiterhin Vollgas zu geben und mit dem eingespielten Team und mit viel Kunst, Kultur, Kulinarik und Kreativität weiterzufahren!»

Unkonventionelles Angebot bleibt
Die Kunst in all seinen Facetten, zum Greifen nah und immer wieder verändert, habe die Gäste fasziniert und zum Mitmachen animiert. Die «Artists in Residence» würden weiterhin für Kunst und Kultur als Teil der Hotelgeschichte und des Konzeptes in den Räumen wirken. «Das bedeutet, dass wir bis März 2022 weiterhin offen sind für Ideen und Anregungen sowie passende Events», so Vanessa Schwenter. Die Partys, Konzerte und Feiern im leer stehenden Pool-Bereich hätten für die Region und die einheimische Bevölkerung Kultstatus erlangt und würden auf nächsten Winter erneut angedacht. Ein Fixtermin besteht bereits für den Saisonauftakt im Winter 2021: Am 12. Dezember 2020 rockt die Schweizer Durchstarter-Band «Death by Chocolate».

Das Fitnessangebot sei laufend ausgebaut worden und die Gäste könnten auf eine regelmässige, kostenlose Lektion im Bereich Fitness oder Yoga zählen. «Wer Yogakurse und Gym-Weekends durchführen möchte, hat hier ein Paradies gefunden!»

Die Cantina, die überdimensionale Minibar in der Lobby, welche sieben Tage und 24 Stunden geöffnet ist, habe mit ihrem Angebot überzeugt und sich als unkonventionelles Restaurant bei den Gästen bestens etabliert, neu angepasst auf die aktuelle Situation werde auch ein individuelles Frühstück in die Zimmer gebracht, um mit bester Aussicht in den Tag zu starten und gemütlich auf dem Balkon die einheimischen und selbstgemachten Speisen zu geniessen. Zudem liefere das Delivery Startup GoGstaad ein breites Angebot aus der Saaner Gastronomie. Innovation ende beim dynamischen Team nicht bei der Hotellerie und Gastronomie: «Seit Mai können mit dem ganz neuen Dienstleistungsangebot ‹Fresh Flower Market› Gäste als Überraschung für ihre Liebsten oder für die eigene Freude Blumen ins Hotelzimmer bestellen. PD

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