BDG limitiert die Tageskarten

Di, 17. Nov. 2020
Abfahrten im stiebenden Schnee: mit gezielten Schutzmassnahmen will die BDG gute Voraussetzungen schaffen für ein möglichst unbeschwertes Wintervergnügen. FOTOS: ZVG

Die Bergbahnen Destination Gstaad AG (BDG) führen kommenden Winter – neben den bereits geltenden Pandemie-Vorschriften der Behörden und dem Branchenschutzkonzept von GastroSuisse – zusätzliche Massnahmen ein: Längere Öffnungszeiten, ein Benutzerlenkungssystem mit limitierten Tageskarten sowie ein neues Online-Reservationssystem für Bergrestaurants.

Müssen wir diesen Winter auf Wintersport und erholsame Wintererlebnisse verzichten? Die Frage beschäftigt nicht nur Schneesportbegeisterte, sondern auch die Bergbahnen. Die Verantwortlichen der BDG sind guter Dinge, dass mit zusätzlichen Schutzmassnahmen ein unbeschwertes Wintervergnügen durchaus möglich ist und sie sind bereit, dafür auch ein betriebswirtschaftliches Risiko einzugehen (siehe Interview mit Matthias In-Albon).

Das Schneesportgebiet der Destination Gstaad bringe bereits viele Vorteile mit sich, um die Covid-19-Schutzmassnahmen der Behörden einzuhalten, schreibt die BDG in einer Mitteilung. «Die meisten Gondel- und Sesselbahnen ermöglichen eine Fahrt mit weniger als zehn Personen. So zum Beispiel die neuen 10er-Gondelbahnen in den Skigebieten Saanersloch und Eggli.» Und 70 Prozent der Gondelbahnen, Sesselbahnen oder Skilifte der BDG hätten einen direkten Frischluftzugang. Ein weiterer grosser Mehrwert sei die Verteilung der Pisten auf viele verschiedene Einstiegsportale in der Region. «So können grössere Ansammlungen an Talstationen leicht umgangen werden und im Skigebiet können sich Wintersportler auf zahlreichen Pisten ausbreiten.»

Die Sicherheit für Gäste und Mitarbeitende habe hohe Priorität, betont In-Albon. «Wir setzen alles daran, damit Besucher und Einheimische ohne Bedenken erholsame Wintererlebnisse geniessen können. Aus diesem Grund führen wir in dieser Wintersaison weitere Schutzmassnahmen ein.»

Noch maximal 5000 Tagesgäste
Mit einem neuen Benutzerlenkungssystem sollen grössere Ansammlungen auf den Pisten verhindert werden. Tageskarten werden auf ein Kontingent von rund 5000 pro Tag limitiert. «Die BDG analysiert die Kapazitäten laufend und hat eine Kontingentierung der Tageskarten bereits seit längerem in Betracht gezogen», erklärt In-Albon. Erhebungen zeigten, dass man im Skigebiet erst ab einer Kapazität von rund 5000 Tagesgästen pro Tag an Liften und Bahnen anstehen müsse. «Das Kontingent betrifft deshalb ausschliesslich Tageskarten», betont In-Albon. Jederzeit freien Zugang ins Skigebiet haben Besitzerinnen und Besitzer von Mehrtageskarten sowie Saisonabonnementen.

Zudem öffnen die Anlagen am Wochenende sowie in der Hochsaison bereits um 8 Uhr – allerdings nur für Besitzer von im Voraus gebuchten Tickets. Die Kassen sind wie gewohnt ab 9 Uhr offen. «Die neuen Regelungen dienen dazu, die Sicherheitsstandards im Skigebiet zu erhöhen», begründet In-Albon.

Tische in Bergrestaurants online reservieren
Tische in den Restaurants der Bergbahnen können neu online reserviert werden. «So können Anstehen, Ansammlungen von Personen sowie unnötige Wartezeiten vermieden werden.» In allen öffentlich zugänglichen Innenräumen von Einrichtungen und Betrieben sowie in Warte- oder Zugangsbereichen des öffentlichen Verkehrs gilt Maskenpflicht. «Die BDG setzt diese in sämtlichen Bereichen ihrer Anlagen um.» Auf der Piste muss keine Maske getragen werden. Zertifizierte Mund-Nasen-Schutzmasken sind ab Dezember 2020 an allen Talstationen für Fr. 9.90 erhältlich. Die schlauchähnlichen Masken sind wiederverwendbar und wurden speziell für Skifahrer entwickelt.

Rückgabegarantie
Alle Bergbahnen, Skischulen sowie die Mehrheit der Hotels bieten eine Rückgabegarantie: Heute gebuchte Leistungen werden bei einem allfälligen, behördlich verordneten Lockdown im Zusammenhang mit Covid-19 zurückerstattet oder gutgeschrieben. «Mit den neuen Sicherheitsmassnahmen, dem Einhalten der geltenden Regelungen sowie unseren Bedingungen für mehr Planungssicherheit setzen wir alles daran, um unseren Gästen ein unbeschwertes Wintervergnügen in Gstaad zu ermöglichen», erklärt In-Albon zum Ausblick auf die neue Saison.

ANITA MOSER/PD

 

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