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Freudiges Saaner Osterkonzert für nachhaltigen Livestream-Genuss

Mi, 07. Apr. 2021

Festliche Osterfreude wurde auch in diesem Jahr im traditionellen Kirchenkonzert in Saanen verbreitet – nur eben virtuell. Das Orchestra degli Amici wurde am Karfreitag wie gewohnt von Michael S. Bach mit Rasse und Klasse dirigiert: ein spezielles Musikereignis, auch wenn es nur von zu Hause aus ab Bildschirm genossen werden konnte.

LOTTE BRENNER
Rebellisch und aufwühlend mutete die eigenständige Ouvertüre zu Mozarts «Figaros Hochzeit» an. Mit rasanten Presti stieg das Orchester mit seiner Konzertmeisterin Simone Roggen und dem Dirigenten Michael S. Bach in das heurige Osterkonzert, das ab sofort einen Monat lang gestreamt werden kann. Das Konzert wurde nicht nur ohne Publikum abgehalten, sondern auch ohne die Musikerinnen und Musiker aus der Region, die das Orchestra degli Amici jeweils unterstützen. Denn zugelassen wurden nur die Berufsmusiker und auch die mussten sich an die Corona-Massnahmen halten – die Streicher mit Maske, die Bläser in weitem Abstand zueinander.

Gespielt wurden Werke der drei «klassischen Klassiker» Mozart, Beethoven und Haydn. Der Konzerthöhepunkt war das Trompetenkonzert in Es-Dur von Joseph Haydn mit dem Solisten Markus Würsch, der mit seinem eigens für ihn entwickelten Nachbau einer originalen Klappentrompete (siehe Vorschau der Concerti Saanen im «Anzeiger von Saanen» von Gründonnerstag) das virtuose Stück in einer selbstverständlichen Leichtigkeit vortrug. Der warme, weiche Klang eignete sich ausgezeichnet für diese Konzertausführung, da sich in der leeren Kirche die Akustik schwieriger gestaltet, als wenn das Publikum Teil davon ist. Der Konzertveranstalter Markus Bach zeigte am Schluss in einem Kurzinterview mit dem Solisten die Vorteile dieses Instruments auf und strich so nochmals das Spezielle am einzigartigen Klang heraus. Das oft gespielte, gut bekannte Haydn-Konzert wird mit dem Trompetenvirtuosen, seinem wunderschön authentischen Instrument und dem Orchester, das ihn feinfühlig begleitete, in den Herzen des (diesmal leider nur virtuellen) Publikums nachklingen.

Mit der Sinfonie Nr. 7 von Ludwig van Beethoven schloss das vorwiegend heitere Osterkonzert. Da kam nochmals eine Palette von Gefühlen auf. Von übermütig hüpfenden Rhythmen bis zu bitterem Schmerz oder zuversichtlichen Zwiegesprächen steigerten sich abwechslungsweise die Stimmungen bis hin zum rassigen Finale. Beschwingt wurde damit das Konzertpublikum in die Osterzeit eingestimmt, auch wenn es in diesem Jahr mit dem traditionellen Osteranlass halt nur zu Hause erreicht werden konnte. Nichtsdestotrotz sollten sich die Musikliebhaber aus nah und fern dieses tolle, wiederum geglückte Saaner Osterkonzert nicht entgehen lassen, falls sie es bei der Premiere noch nicht genossen haben.

Streaming-Link des Saaner Osterkonzerts:
https://www.youtube.com/watch?v=7nYozF0q9Mk

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