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Medientraining nach Saisonschluss

Mi, 07. Apr. 2021
Als Botschafter der Destination wurden Lars Rösti (v.l.), Julie Trummer und Noel von Grünigen geschickt in Gstaader Szene gesetzt. FOTOS: JENNY STERCHI

Zum Ende der Saison fanden Julie Trummer, Lars Rösti und Noel von Grünigen, die als Botschafter der Destination Gstaad agieren, die Zeit, um mit den Verantwortlichen von Gstaad Marketing den Umgang mit den Medien zu trainieren.

JENNY STERCHI
Berührung mit den Medien hatten sie alle drei schon. Während die Skirennfahrerin aus Feutersoey vor rund drei Wochen als Champion von Morgen in der gleichnamigen Dokumentationsreihe ihr Fernsehdebüt hatte, waren Lars Rösti aus St. Stephan und Noel von Grünigen aus Schönried schon häufiger im Kontakt mit nationalen und internationalen Medien.

Zeit für andere Dinge
Der Druck, unter dem die Athleten während der Rennsaison stehen, war weg. Den drei Skisportlern war es deutlich anzumerken, dass keine entscheidenden Rennen mehr auf dem Programm stehen, zumindest für diesen Winter. So blieb Zeit für ein Medientraining, mit dem Gstaad Marketing seinen Botschaftern Strategien in die Hand gab, um mit Journalisten aller Art umgehen zu können.

Sie genossen die Morgensonne auf dem Rinderberg. Yannick Romagnoli, Fotograf und Content Manager bei Gstaad Marketing, nutzte die Kulisse für eine Reihe von werbewirksamen Aufnahmen. Anschliessend bekamen die drei von Antje Buchs, PR Projektleiterin, und Céline Jaisli, PR und Marketing Manager bei Gstaad Marketing, grundlegende Tipps im Umgang mit konventionellen Medien und Social Medias. Die Runde war klein und überschaubar und liess daher viel Raum für Fragen, Inputs und Erfahrungen der drei Athleten.

Julie Trummer schaut nach vorn
Von einem Schienbeinbruch Anfang des Jahres ausgebremst, kam Julie Trummer zwar ohne Skischuhe, aber höchst motiviert zum Medientraining. Sie schaue nach vorn, dürfe mit dem Konditionstraining bereits langsam starten und bereite sich momentan vor allem auf ihren Schulabschluss vor. Der Heilungsfortschritt stimme sie zuversichtlich und der Rennsport bleibt in nächster Zeit zentral in ihrem Leben.

Lars Rösti hat sich etabliert
Für den junge Skirennfahrer aus St. Stephan, der Ende März Schweizermeister im Super-G wurde, war es die Saison mit den meisten Europacuppunkten. Er sei froh, dass seine Saison weitgehend verschont blieb von pandemiebedingten Absagen. Daher konnte er weitere Rennerfahrungen sammeln und sein Leistungsniveau festigen.

Bestes Weltcupergebnis für Noel von Grünigen
Der Schönrieder Skirennfahrer war mit einem Sieg im FIS-Slalom und einem Schweizermeistertitel im Slalom in die Saison gestartet. Er reiste mit dem Europacuptross von Rennen zu Rennen und realisierte mit Rang 53 seine beste Rangierung im Gesamtklassement. Auch im Weltcup blickt er auf ein tolles Ergebnis zurück. Der 19. Rang im Slalom von Schladming war sein bisher bestes Resultat in dieser Cupwertung.


BOTSCHAFTER WERDEN KUHPATEN

In einer nächsten Kampagne, die Gstaad Marketing für ihre Botschafter der Destination plant, werden Julie Trummer, Lars Rösti und Noel von Grünigen jeweils eine Kuhpatenschaft übernehmen. Über den ersten Kontakt zwischen den Kälbern, die auf einem Landwirtschaftsbetrieb in der Region erwartet werden, und Gotte und Göttis wird der «Anzeiger von Saanen» berichten.


DREI FRAGEN AN JULIE TRUMMER
«Skibegeisterte Menschen der Region sind Voraussetzung»

Wie glauben Sie, steht es im Saanenland um die Voraussetzungen für junge, sportliche Talente und deren Start einer Karriere?
Die Strukturen wie Bergbahnen, JO-Trainingsgruppen und RLZ ermöglichen eine sehr gute Vorbereitung auf den Leistungssport. Ich halte es auch für eine sehr gute Voraussetzung, dass die Menschen in der Region skibegeistert sind.

Haben Sie Ihr erklärtes Saisonziel erreicht?
Durch meine Verletzung Mitte Januar war es für mich unmöglich, meine gesteckten Ziele zu erreichen.

Was machen Sie, wenn das letzte Rennen der Saison gelaufen ist?
Bei mir ist alles ein wenig verschoben. Meine Saison ist verletzungsbedingt früher beendet gewesen. Von daher bin ich jetzt bereits in der Vorbereitung und im Aufbau für die nächste Saison. Aber irgendwann wird es dann sicher noch Platz für Erholung geben, hoffe ich jedenfalls.


DREI FRAGEN AN LARS RÖSTI
«Es war eine solide Saison»

Wie glauben Sie, steht es im Saanenland um die Voraussetzungen für junge, sportliche Talente und deren Start einer Karriere?
Sehr gut, glaube ich. Auf den Wintersport bezogen hat man hier alles, was man braucht: gute Pisten und gute Hänge. Und im Hinblick auf schulische Ausbildung hat man im OSZ Ebnit sehr gute Möglichkeiten, um Sport und Schule zu verbinden.

Haben Sie Ihr erklärtes Saisonziel erreicht?
Mein Saisonziel wäre ein Fixplatz in der Abfahrt im Europacup gewesen. Das habe ich leider nicht erreicht. Anfang der Saison lief es mit einem zweiten und siebten Rang noch ganz gut, aber in den nachfolgenden Rennen ging es dann nicht mehr richtig auf. Aber es war dennoch eine solide Saison mit guten Resultaten zwischendrin. Im Grossen und Ganzen lief die Saison nicht schlecht für mich.

Was machen Sie, wenn das letzte Rennen der Saison gelaufen ist?
Ich werde in den kommenden Tagen in St. Moritz noch einige Trainingstage verbringen. Wir werden dort Material für die nächste Saison testen. Anschliessend werde ich aber sicher auf Skitouren die Heimat geniessen, Zeit mit der Familie und der Freundin verbringen, abschalten. Nach drei, vier Wochen beginnt dann wieder das Konditionstraining, das durch den Sommer intensiv betrieben wird.


DREI FRAGEN AN NOEL VON GRÜNIGEN
«Das Saanenland bietet gute Optionen, um eine sportliche Karriere zu lancieren»

Wie glauben Sie, steht es im Saanenland um die Voraussetzungen für junge, sportliche Talente und deren Start einer Karriere?
Als ich jung war, begann gerade der Ausbau der heutigen Trainingsinfrastruktur. Damals hiess es noch Trainingszentrum Region West, aus dem kurz darauf das Regionale Leistungszentrum Gstaad hervorging. Die Koordination zwischen RLZ und OSZ Ebnit sowie Gymnasium Gstaad hat sich als gute Konstellation für Schneesport und damit unsern geliebten Skisport erwiesen.
Auch wenn es keine reine Sportschule ist, erweist sich das OSZ Ebnit als leistungsfreundliche Schule, die sehr gute Optionen bietet, um eine erfolgreiche Karriere zu lancieren.

Haben Sie Ihr erklärtes Saisonziel erreicht?
Dafür muss ich meine Saisonziele repetieren. Als Hauptziel hätte ich sehr gern einen Fixplatz im Europacup in der Disziplin Slalom erreicht. Da eben auch Glück dazugehört, ist das nicht ganz aufgegangen. Mein zweites Ziel, im Schlussklassement unter die besten 20 zu kommen, ist mir mit Rang 15 in der Slalomwertung gelungen. Das bietet mir eine gute Ausgangslage für die nächste Saison. Dazu kam, dass ich in der ganzen Weltcupsaison im Slalom mitfahren durfte. Das war eine sehr gute Erfahrung.

Was machen Sie, wenn das letzte Rennen der Saison gelaufen ist?
In erster Linie erholen. Ich werde die ruhige Zeit daheim geniessen. Trotz der momentanen Situationen sind wir viel unterwegs gewesen und von daher gibt es etwas mehr Zeit mit der Familie und mit der Freundin. Das kommt während der Saison immer etwas zu kurz. Vielleicht ein paar Skitouren unternehmen, das was man im Winter verpasst, ein wenig nachholen. Ich freue mich auf einen gemütlichen Sommer, wo das Konditionstraining dann auch wieder Platz findet.

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