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Schweizer Destinationen meistern digitale Transformation gemeinsam

Di, 07. Sep. 2021
v. l. Thomas Anger (Feratel), Ferdinand Hager (Feratel), Mattia Storni (Saastal Tourismus) Mike Mohr (Feratel), Matthias Supersaxo (Saastal Tourismus), Silvano Ottiger (Arosa Tourismus) Madeleine Carini, Rony Oehrli und Flurin Riedi (letztere drei: Gstaad Saanenland Tourismus) FOTO: ZVG

Die Firma Feratel Media Technologies AG bietet digitale Lösungen für Tourismusdestinationen an. Auf Einladung von Gstaad Saanenland Tourismus trafen sich mehrere Schweizer Destinationen zu einem Workshop in Gstaad. Zusammen mit Feratel wurden neue digitale Lösungen besprochen sowie die Prioritäten definiert.

BLANCA BURRI
Die meisten Schweizer Tourismusregionen befinden sich mitten in der digitalen Transformation – auch die Destination Gstaad. Jede Destination geht den Digitalisierungsprozess etwas anders an. Es werden unterschiedliche Ansätze gewählt und die Prioritäten verschieden gelegt. Gstaad Saanenland Tourismus (GST) war es ein Anliegen, in einem Workshop Schweizer Destinationen, die mit Feratel arbeiten, von den Erfahrungen der anderen profitieren zu lassen.

Deshalb trafen sich Ende August die Destinationen Arosa, Davos, Saas-Fee, Lenk-Simmental, Gstaad und der Systemanbieter Feratel zu einem Erfahrungsaustausch im Hotel Arc-en-ciel in Gstaad. Im Speziellen gingen die Teilnehmenden auf die Bedürfnisse der Hotellerie, Parahotellerie, Zweitwohnungen, Gruppenunterkünfte, Bergbahnen, und Erlebnisanbieter ein. Ebenfalls berichteten sie über ihre Lösungen im Bereich Gästekarten und Erlebnisshop. Bei der Auswahl der Destinationen war Feratel wichtig, innovative Partner aus den drei Tourismusregionen Wallis, Graubünden und Berner Oberland am Tisch zu haben.

Präsentation neuste Systemlösung
Die Destinationen haben vom Erfahrungsaustausch profitiert. «Ich habe erfahren, wo andere Destinationen stehen, wo wir die Zusammenarbeit mit unseren Leistungsträgern und mit den anderen Systemanbietern verbessern können», sagt Silvano Ottiger, der bei Arosa Tourismus für die Digitalisierung verantwortlich ist.

Schnittstellen bereinigen
Feratel hat wichtige Inputs für die Weiterentwicklung ihres Angebotes erhalten und ist froh darüber. «Wenn wir wissen, welche Bedürfnisse die Kunden haben, können wir dies einordnen, priorisieren und Lösungen programmieren», zeigt Mike Mohr, Schweizer Geschäftsführer von Feratel auf. Am Beispiel «öffentlicher Verkehr» gibt er einen Einblick, wie dieser Prozess funktioniert: Im vergangenen Mai wurde die digitale Gstaad Card für Gäste lanciert. Für Übernachtungsgäste ist der öffentliche Verkehr inklusive. Das Ticket wird auf der Gstaad Card angezeigt. Da alle 240 Partner des Verbandes für öffentlichen Verkehr mit einem einheitlichen Kontrollsystem arbeiten, hatte der Verband gefordert, dass das digitale ÖV-Ticket dieses Kontrollsystem bedient. Für die Gstaad Card hat Feratel deshalb erstmals diese digitale Anbindung realisiert. Nun kann sie diese auch für Gästekarten anderer Destination anwenden.

Leistungsträger sind gefordert
Die Tourismusbranche ist gross und man könnte meinen, dass es im digitalen Bereich bereits standardisierte Lösungen gibt. Dem ist nicht so. «Tourismus funktioniert überall anders», erklärt Ferdinand Hager, CTO Feratel. Flurin Riedi, Tourismusdirektor unterstreicht diese Aussage: «Diesen Aspekt habe ich unterschätzt. Die Ansprüche des Zweitheimischen sind anders als die von Feriengästen oder Hotelgästen. Gleich ist es bei Sporthändlern oder Outdooranbietern – es ist komplex.» Deshalb brauche es ein grosses Engagement von allen Partnern: GST, Feratel und Leistungsträgern. «Zwar bietet GST ein Basissystem an, doch das ist kein Sorglospaket, sondern eines von vielen Puzzleteilen, das es für die digitale Transformation braucht.» Deshalb fordert Riedi: «Jeder muss sich einbringen. Gleichwohl sind wir uns der Erwartungen an uns sehr wohl bewusst!»

Feratel bietet Gesamtlösungen an
Feratel ist ein österreichisches Unternehmen mit 200 Mitarbeitern, das europaweit tätig ist. «Für uns sind Kunden wie Gstaad ein Traum. Sie teilen uns ihre Bedürfnisse mit, die uns fordern. Wir entwickeln die Lösungen und programmieren sie», so Ferdinand Hager. Der offene Dialog sei keine Selbstverständlichkeit, aber extrem wichtig, um gemeinsam weiterzukommen. Weitere Kunden von Feratel sind beispielsweise die Bergbahn Kitzbühel, Olympiaregion Seefeld, Kärnten oder Ötztal-Sölden.

Gstaad onLine
Das Digitalisierungsprojekt der Destination Gstaad heisst Gstaad onLine. Das Konzept dazu wurde vor einem guten Jahr erarbeitet. Inzwischen steckt die Destination mitten in der Umsetzung. Gstaad onLine baut im Wesentlichen auf sechs Kernsysteme auf: 1. digitale Gästekarte (Gstaad Card) mit elektronischem Meldewesen und Concierge-Lösung; 2. E-Commerce-Shop; 3. CRM-Lösung (Customer-Relationship-Management); 4. ContentHub; 5. Website; 6. Knowledge Graph. Die digitale Gästekarte und der E-Commerce-Shop, sind bereits umgesetzt.

Digitalisierung ist nie abgeschlossen
Der Workshop kam auf Initiative von Gstaad Saanenland Tourismus zustande. Dazu Ferdinand Hager: «Danke für diese Initiative, ich finde den Ansatz spannend.» Auch die Workshopteilnehmenden waren begeistert. «Die Digitalisierung ist ein ewiger Prozess, da kommt man nie an», betont Mattia Storni von Saastal Tourismus. Deshalb wünscht er sich – wie alle anderen Anwesenden – dass die Zusammenarbeit nach der Premiere von Ende August weitergeht.

(SIEHE KOMMENTAR RECHTS)

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