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Verzaubert durch die Welt der Filmmusik

Di, 07. Sep. 2021
Das City Light Symphony Orchestra unter Leitung von Kevin Griffiths untermalte die projizierten Bilder und Filmausschnitte musikalisch und schaffte eine einmalige Atmosphäre im Festivalzelt. FOTOS: RAPHAEL FAUX/GSTAADPHOTOGRAPHY.COM

Das City Light Symphony Orchestra unter der Leitung von Kevin Griffiths entführte das Publikum zum Abschluss des diesjährigen Gstaad Menuhin Festivals in die Welt des britischen Films und dessen Filmmusik. Die Musik rund um den Geheimagenten James Bond durfte an diesem Abend natürlich nicht fehlen.

KERSTIN BÜTSCHI
Kevin Griffiths brillierte am Samstagabend nicht nur als Dirigent, sondern auch als unterhaltsamer Moderator. Der gebürtige Brite begrüsste das Publikum in schönstem britischem Englisch und erzählte die eine oder andere Anekdote. Der erste Teil, welcher das Motto «In Love and War» – In Liebe und Krieg – trug, begann mit der «kriegerischen» Filmmusik aus den Spielfilmen «633 Sqadron», «Battle of Britain» oder «Atonement». Letzterer hat für den Dirigenten eine spezielle Bedeutung, weil ein Teil des Films auf dem Kriegsschauplatz Dunkirk (Dünkirchen) spielt, wo sein Grossvater die Heimkehr mit grossen Glück geschafft hatte. Weiter ging es mit Ausschnitten aus Robin Hood, für dessen Filmmusik der Komponist Erich Korngold einen Oscar erhielt, sowie Jane Austens «Emma» und Agathe Christies «Miss Marple», welche Griffiths als «Powerfrauen» betitelte. Der erste Teil endete mit der Musik der äusserst erfolgreichen englischen Fernsehserie «Downton Abbey».

Virtuose Einlage
Mit einer virtuosen Einlage brillierte der neue Star der «Menuhin’s Heritage Artists» Bomsori Kim zum Film «Ladies in Lavender». Sie verkörperte den schiffsbrüchigen Andreas, welcher ein begabter Violinist aus Polen war, und das Leben der beiden Schwestern Janet und Ursula aufmischte.

Auf Spuren des Geheimagenten 007
Der zweite Teil stand ganz im Namen von James Bond. Die Stücke waren geprägt von Pauken, Bass und Trompeten – und natürlich – schnellem Tempo. Der Dirigent Kevin Griffiths kam gar ins Schwitzen und meinte zum Publikum: «Ich habe ganz vergessen, wie anstrengend die Musik zu James Bond zu dirigieren ist.» Er fügte jedoch gleich lachend hinzu: «Aber es macht Spass.» Bei der eindrücklichen Bootverfolgungsjagd mit Pierce Brosnan als 007-Agent in «The World is not enough» zeigte sich die perfekte musikalische Abstimmung des Orchesters mit der Filmsequenz meisterlich und erntete tosenden Applaus. Das begeisterte Publikum freute sich zum Schluss über die Zugabe «Out of Africa» – Jenseits von Afrika.

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