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Schritt für Schritt …

Di, 05. Nov. 2019
Rolf Schwenter, Flurin Riedi, Heinz Welten und Peter Ryter. FOTO: ANITA MOSER

Der Verein «Freunde des Rellerli» ist bei der Planung einer neuen Seilbahn einen entscheidenden Schritt weiter: Das Land für eine Talstation steht zur Verfügung. Der Ball für weitere Schritte liegt nun bei der Gemeinde Saanen.

ANITA MOSER
Sein Ziel sei es, etwas leisere Töne anzuschlagen, betonte Heinz Welten nach seiner Wahl zum Präsidenten des Vereins «Freunde des Rellerli» an der Mitgliederversammlung vor einem Jahr. Offenbar hat die neue Strategie Früchte getragen. Mithilfe von Peter Ryter habe man schon kurz nach der letzten Generalversammlung den Kontakt zur Mountain View AG gefunden und mittlerweile pflege man eine angenehme Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, informierte Heinz Welten am vergangenen Samstag die 100 anwesenden Vereinsmitglieder. Aus Sicht des Vereins sei man einen grossen Schritt weitergekommen, so Welten. «Die Mountain View AG hat uns schriftlich zugesichert, dass sie uns nach dem Erwerb der Rellerli-Talstation 300 m2 Land für eine neue Talstation zur Verfügung stellt.» An den Gemeindebehörden liege es nun, einen Korridor für die Linienführung einer neuen Bahn auszuarbeiten. «Es ist eine Mühle, die langsam dreht», betonte der Vorsitzende mehrmals und mahnte die Mitglieder, sich in Geduld zu üben.

Vorstand bestätigt
Durch die ordentlichen Traktanden führte Vorstandsmitglied Rolf Keller. Die Versammlung bestätigte den gesamten Vorstand mit Akklamation für ein weiteres Jahr: Heinz Welten (Präsident), Heinrich Welten (Sekretär), Heinz Hofmann (Kassier), Roland Reichenbach, Paul Wehren und Rolf Keller. Die Mitgliederbeiträge wurden auf 50 Franken für Erwachsene, 100 Franken für Familien und 20 Franken für Jugendliche festgesetzt. Einstimmig genehmigt wurde auch die Jahresrechnung, die bei Einnahmen von rund 34’600 Franken und Ausgaben von 15’300 Franken mit einem Plus von knapp 20’000 Franken abschliesst.

Anlass zu Wortmeldungen gab das fehlende Budget. Bei einem Vermögen von über 60’000 Franken erwarte er, dass man auf die nächste Versammlung ein rudimentäres Budget vorlege, forderte ein Mitglied. Und vor allem müssten auch Ziele, die weiteren Schritte definiert werden, ergänzte ein weiterer Votant. Rolf Keller zeigte Verständnis für die Anliegen. Allerdings seien sie schwierig umzusetzen, da man zu einem grossen Teil fremdbestimmt und von äusseren Einflüssen abhängig sei. Am globalen Ziel werde man festhalten, betonte Rolf Keller. Gemäss Statuten bezweckt der Verein, «… durch geeignete Aktivitäten den Zugang zum Aussichtsberg Rellerli und die öffentliche Nutzung desselben für Freizeit- und Sportaktivitäten ganzjährig für die Öffentlichkeit zu erhalten, was den Weiterbetrieb einer Seilbahn – so weit möglich die vorhandene Infrastruktur – und eines Restaurationsbetriebs bei der Bergstation einschliesst.»

Ziel für das kommende Jahr sei es, den Korridor zu schaffen, damit man mit der Planung für die neue Bahn weiterfahren könne, sagte Heinz Welten.

Die Konzession der bestehenden Bahn könne nicht erneuert werden, die Kurve sei nicht mehr bewilligungsfähig und die BDG habe die Auflage, die Bahn abzubrechen, antwortete Welten auf eine Frage aus dem Plenum, weshalb man nicht die Sanierung der bestehenden Bahn ins Auge fasse.

Gesamthaft betrachten
Im Anschluss an die Versammlung stellte sich Flurin Riedi, seit Juli Geschäftsführer von Gstaad Saanenland Tourismus, den Fragen von Rolf Schwenter. Ganzjahrestourismus sei in der Destination Gstaad aufgrund der Höhenlage viel einfacher zu realisieren als in einer hochalpinen Region, betonte Riedi. Das Rellerli biete Potenzial, für die Tourismusdestination sei jedoch der Gesamtblick über die ganze Destination von zentraler Bedeutung. «Das Rellerli ist wichtig, es ist Bestandteil der gesamten Destination», so der Tourismusdirektor. Was effektiv auf dem Berg realisiert werden könne, werde sich in den nächsten Monaten zeigen. Im Januar haben GST, die Gemeinde Saanen, die Mountain View AG und der Verein «Freunde des Rellerli» ein ganzes Paket an möglichen Aktivitäten für die touristische Nutzung des Rellerli – mit und ohne neue Bahn – vorgestellt (siehe AvS vom 4. Januar). Auf den Hinweis von Rolf Schwenter, dass der touristische und volkswirtschaftliche Wert sicher enorm grösser wäre im Zusammenhang mit einem erschlossenen Berg, meinte Riedi schmunzelnd, dass wohl keine Destination etwas gegen eine Bahn habe, die rentabel betrieben werden könne. Abschliessend plädierte Riedi für Zusammenarbeit: gemeinsam diskutieren, überlegen, was es brauche, was funktioniere.

Musikalisch umrahmt wurde die dritte Generalversammlung von den «Jodlerfründe» Arnensee. Der Verein zählt mittlerweile 1095 Mitglieder.

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