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Ein Skiclub mit viel Potenzial

Di, 26. Okt. 2021
Generationenübergreifend: Dem allseits bekannten «Alles fährt Ski» konnte sich keiner entziehen. Während die Damen. Herren und Jugendlichen auf der Bühne sogar im Takt schwangen, sangen die Gäste im Saal ebenso mit.

Am Samstag feierte der Skiclub Schönried sein 75-jähriges Bestehen. Für das Jubiläum, das rechnerisch letztes Jahr hätte stattfinden sollen, hatten sich die Organisatoren eine ganze Menge einfallen lassen.

JENNY STERCHI
Mit einem Nachmittagsprogramm, das voll und ganz den Jüngsten gewidmet war, startete der Skiclub Schönried in einen Festtag, der bestens vorbereitet war und von sonnigem Herbstwetter prächtig unterstützt wurde.

Nachdem die Rätselchallenge von den Kinderteams gelöst worden war, kam der Apéro auf dem Mike-von-Grünigen-Platz genau zum richtigen Zeitpunkt. Während sich die kleinen Wettkämpfer verpflegten, füllte sich der Platz mitten im Dorf mit Besuchern, Klubmitgliedern und Ehrengästen.

Als die Sonne verschwunden war, trieb die Kälte die Gästeschar in die Mehrzweckhalle. Das darauffolgende Drei-Gänge-Znacht wurde von kurzweiligen Gesprächsrunden mit illustren Gästen begleitet.

So kamen eine Reihe Präsidenten zu Wort, die in den vergangenen Jahrzehnten an der Spitze des Skiclubs Schönried gewirkt hatten. «Ich habe es fertiggebracht, dass es in meinem ersten Jahr als Präsident den ganzen Winter nicht geschneit hat», eröffnete Alfred Burri, Klubpräsident von 1963 bis 1968, sehr unterhaltsam die Gesprächsrunde. Das Dreifachpräsidium, in dem Mike Haldi, Mike von Grünigen und Roland Hoffmann von 2005 bis 2018 die Geschicke des Skiclubs leiteten, sorgte für den ersten Internetauftritt und schob die ersten Anlässe neben den traditionellen Klubrennen an. Für Mike von Grünigen war es eine Möglichkeit, etwas von der Unterstützung zurückzugeben, die er als aktiver Weltcupathlet erfahren hatte.

In die Amtszeit des ehemaligen Präsidenten und Moderators an diesem Abend, Rolf Schwenter, fielen die Weltmeistertitel von Mike von Grünigen. «Mike hat mit seinen Erfolgen nicht nur die Geschichte von Schönried geprägt, sondern auch grossen Einfluss auf die Jugend ausgeübt», erklärte Schwenter. «Sein Idolstatus gab einen Ruck in der JO. Und genau solche Vorbilder braucht es auch heute wieder.» Von Grünigen, der bis heute aktiv in der JO mithilft, ist überzeugt, dass die Jugend die Zukunft ausmacht und somit das lebende Organ des Skiclubs ist. Diese Meinung teilte auch Ehrengast Martin Rufener, ehemaliger Cheftrainer bei Swiss-Ski: «Die Strukturen im Schweizer Skisport sind optimal, um den Nachwuchs zu fördern. Die Skiklubs sind dabei ein sehr wichtiges Element, insbesondere wenn sie so aufgestellt sind wie der in Schönried.» Der Schönrieder Skinachwuchs nahm diese Worte auf und präsentierte sich ebenfalls an der Jubiläumsfeier. Luc Herrmann und Lian von Grünigen streben eine Position im Swiss-Ski-Kader an, für Lyonel Staub geht es um erste Erfahrungen auf der FIS-Stufe. Belinda Schwenter, kürzlich zurückgetreten, ist das Vorbild für Chiara Lanz, wie sie selber deutlich machte. Lanz trainiert neu im Nationalen Leistungszentrum Mitte und ist glühende Skisportanhängerin. «Es gibt doch einfach nichts Schöneres als Skifahren», sagte sie herrlich erfrischend und wunderbar selbstbewusst ins Mikrofon. Für die vielen ehemaligen Weltcupfahrer aus Schönried wie Bruno Kernen, Hans Frautschi, Christine Staub und Markus Herrmann, die an diesem Abend Teil der Veranstaltung waren, war das wie Musik in den Ohren.

Musik gab es auch. Das Örgeliquartett «Bergmoos» und das Jodlerchörli «Abeglanz» sorgten für volkstümliche Atmosphäre während des Essens. «Dörrti Fruits», «SchoccoRocco» und DJ Bränte hatten die Veranstalter aufgeboten für die Feststimmung am Apéro und die anschliessende Partynacht.

Mut und Drang zur Entwicklung
Patric Bill, Mitglied im Vorstand und Mitverfasser der Festschrift, bescheinigte dem Skiclub die Fähigkeit, neue und ungewohnte Wege zu gehen, ohne dabei seine Werte zu verlieren. Die Organisation von Skirennen sei bis heute ein wichtiger Bestandteil der Klubaktivität. Mit der Lancierung neuer Anlässe wie dem Waterslide Contest seien aber auch Mut und der Drang zur Entwicklung zum Ausdruck gekommen, waren sich alle Anwesenden einig.

Dem Aspekt, dass alle Aktivitäten eines Skiklubs nur möglich sind dank der Helferinnen und Helfer, wurde in der lesenswerten Festschrift Rechnung getragen. Stellvertretend für alle helfenden Kräfte wurde Dori Burri, die den Skiclub Schönried in den vergangenen Jahrzehnten an sämtlichen Anlässen tatkräftig unterstützt hatte, auf einem extra angefertigten Thron platziert.

Weitere Fotos unter https://tinyurl.com/njp87d6e

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